Verpackung für den Export Afrika-Europa

Verpackung macht 5% bis 15% der Gesamtkosten einer interkontinentalen Sendung aus, aber schlechte Verpackung kann die Rechnung weit darüber hinaus steigen lassen: Bruch, Rücksendung, Zollbeschlagnahme oder phytosanitäre Ablehnung.
Europäische phytosanitäre Normen (ISPM-15) stellen strenge Anforderungen an Holzverpackungen aus Afrika. Alles Massivholz muss thermisch behandelt und mit dem IPPC-Logo gekennzeichnet sein. Alternativen — verstärkter Karton, recycelter Kunststoff, Kokosfaserverpackung — gewinnen an Popularität.
Volumetrisches Gewicht ist die klassische Falle für Anfänger. Spediteure berechnen das Höhere aus tatsächlichem und volumetrischem Gewicht (L × B × H ÷ 5000 für Luftfracht). Ein schlecht optimiertes Paket kann 3-mal teurer sein als nötig.
Verpackungsrückverfolgbarkeit ist zu einer regulatorischen Frage geworden. Die EU verlangt präzise Informationen über Verpackungsmaterialien. Die EUDR-Verordnung verlangt den Nachweis, dass Holz- oder Papierverpackungen nicht aus entwaldeten Gebieten stammen.
Verpackung ist auch ein Marketinginstrument für afrikanische Produkte in Europa. Sorgfältige Verpackung mit authentischen Visuals stärkt die Qualitätswahrnehmung. Europäische Verbraucher schätzen Öko-Design: biologisch abbaubare Verpackung, pflanzliche Tinten, plastikfrei.
Logistikoptimierung erfordert die Standardisierung von Verpackungsformaten. Maße, die perfekt auf einer Euro-Palette (1200×800mm) stapeln, maximieren die Containerauslastung. Für E-Commerce-Einzelsendungen vermeiden Briefkastenformate (max 35×25×3cm) fehlgeschlagene Zustellungen.