AfCFTA: Was die afrikanische Freihandelszone für E-Händler ändert

Die African Continental Free Trade Area (AfCFTA), 2021 gestartet, ist das ambitionierteste Handelsabkommen seit Gründung der WTO. Durch die schrittweise Abschaffung der Zölle auf 90% der zwischen 54 afrikanischen Ländern gehandelten Waren entsteht der größte Binnenmarkt der Welt nach Teilnehmerländern.
Für E-Händler, die zwischen Afrika und Europa operieren, sind die Auswirkungen erheblich. In Afrika hergestellte oder verarbeitete Produkte profitieren von präferenziellen Ursprungsregeln, die den innerafrikanischen Handel erleichtern.
Die Senkung innerafrikanischer Zollbarrieren verändert auch die Europa-Afrika-Lieferketten. Europäische Unternehmen können nun regionale Logistik-Hubs in Afrika in Betracht ziehen: Ein Lager im Senegal kann ganz Westafrika ohne Zollzuschläge bedienen.
AfCFTA-Ursprungsregeln fördern die lokale Verarbeitung. Um von Vorzugstarifen zu profitieren, muss ein Produkt einen Mindestanteil an afrikanischer Wertschöpfung enthalten. Dies fördert die lokale Industrialisierung und schafft Chancen für Marktplätze, die 'Made in Africa'-Produkte hervorheben.
Die Harmonisierung von Standards zwischen afrikanischen Ländern vereinfacht auch die Compliance für Online-Verkäufer. Statt 54 verschiedene Regelungen zu navigieren, konvergieren regionale Wirtschaftszonen schrittweise zu gemeinsamen Standards.
Herausforderungen bleiben: innerafrikanische Transportinfrastruktur ist noch unzureichend. Aber bis 2030 sollte der innerafrikanische Handel um 52% steigen, was einen Vorteil für frühzeitige Positionierung schafft.